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Die Bundestagswahl

Die Bundestagswahlen 2017

Der Deutsche Bundestag mit Sitz in Berlin ist das gesetzgebende Organ der Bundesrepublik Deutschland. Er wird direkt vom Volk für die Dauer von vier Jahren gewählt.

Über 61 Millionen Menschen in Deutschland sind zur Bundestagswahl am 24. September 2017 aufgerufen und dürfen über die politische Zukunft des Landes entscheiden.

Nach welchem Prinzip wird der Bundestag gewählt?

Der deutsche Bundestag wird nach dem Prinzip der "personalisierten Verhältniswahl" gewählt. Jede Wählerin und jeder Wähler hat dabei zwei Stimmen:

Erststimme: Mit der Erststimme bestimmen Wähler/-innen, welcher Direktkandidat einen bestimmten Wahlkreis im Bundestag vertritt. Dabei gilt das Prinzip: Wer die meisten Erststimmen in einem der 299 Wahlkreise erhalten hat, zieht in den Bundestag ein.

Zweitstimme: Ihre Zweitstimme geben Wähler/-innen für die Landesliste einer Partei ab. Wenn beispielsweise eine Partei bundesweit 20 Prozent der Zweitstimmen erhalten hat, stehen ihr 20 Prozent der Sitze im Bundestag zu.

Momentan besteht der Bundestag aus (mindestens) 598 Abgeordneten. Davon werden 299 direkt in den Wahlkreisen gewählt. Die übrigen 299 werden über die Landeslisten der Parteien gewählt. Entscheidend für die Zusammensetzung des Bundestages sind jedoch die Zweitstimmen-Anteile der einzelnen Parteien. Abhängig von der Bevölkerungsgröße entsendet jedes Bundesland eine unterschiedlich hohe Zahl an Abgeordneten in den Bundestag. Sachsen erhält bei dieser Berechnung neben den 16 Direktmandaten weitere 16 Abgeordnete. Diese werden dann anhand des Zweitstimmenergebnisses auf die gewählten Parteien verteilt.

Was ist wichtiger: die Erst- oder die Zweitstimme?

Die Zweitstimme entscheidet über die Zusammensetzung des Bundestages. Der Anteil einer Partei im Parlament ist also unabhängig von der Zahl der Erststimmen. Rechnerisch ist die Zweitstimme daher wichtiger als die Erststimme.

Doch auch die Erststimme hat eine wichtige Funktion: Sie soll für eine enger Verbindung zwischen den Wähler/-innen eines bestimmten Wahlkreises und "ihrem" Bundestagsabgeordneten in Berlin sorgen. Wenn der Bundestag gerade keine Sitzungen hat, sind Bundestagsabgeordnete häufig in ihrem Wahlkreis unterwegs und beschäftigen sich mit den Problemen vor Ort.